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Roboter testen Fahrzeuge unter härtesten Bedingungen

16 August, 2021

Roboter testen Fahrzeuge unter härtesten Bedingungen

In unserer hochmodernen Wetterfabrik herrscht reger Betrieb, denn dort werden unter einem Dach extreme Wetterbedingungen simuliert. Das ermöglicht unseren Ingenieuren, Fahrzeuge testen zu können, ohne dafür aufwändige Reisen unternehmen zu müssen.

Dabei sind die simulierten Bedingungen so realistisch, dass die körperlichen Belastungen selbst für die erfahrensten menschlichen Testfahrer zu viel werden könnten, beispielsweise bei Tests in großer Höhe.

Deswegen haben wir jetzt zwei neue Mitarbeiter eingestellt, die unser Team liebevoll Shelby und Miles* nennt. Die beiden Kollegen helfen dabei, körperliche Belastungen, insbesondere bei Höhentests, zu verringern, denn bei Tests dieser Art kommt es häufig darauf an, den Test mehrmals hintereinander perfekt zu wiederholen.

Ob Bedingungen wie in der Sahara, in Sibirien oder auf dem höchsten Alpengipfel: Dank der bestandenen Tests in unserer Kölner Wetterfabrik, können sich Autofahrer auf ihre Fahrzeuge verlassen.

Für menschliche Fahrer sind bei Windkanaltests - insbesondere in großer Höhe - zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. So müssen z.B. Sauerstoffflaschen und medizinische Ausrüstung bereitgestellt werden, zusätzlich muss ein Sanitäter vor Ort sein, während der Gesundheitszustand des Fahrers kontinuierlich überwacht wird.

Jeder Testroboter ist in der Lage, bei Temperaturen von -40°C bis +80°C und in extremen Höhen zu arbeiten, und kann für verschiedene Fahrstile eingerichtet und programmiert werden.

Die Beine des Testroboters reichen bis zu den Gas-, Brems- und Kupplungspedalen, wobei ein Arm zum Schalten und der andere zum Starten und Abstellen des Motors verwendet wird.

Zusätzlich führen wir weiterhin Praxistests in Europa und auf der ganzen Welt durch, unter anderem auf dem Großglockner in Österreich und in der verschneiten Arjeplog-Region in Schweden.

"Die beiden neuen Roboter sind eine willkommene Ergänzung für das Team, denn sie absolvieren die anspruchsvollen Ausdauertests in großen Höhen und bei feuchter Hitze völlig ermüdungsfrei", sagt Frank Seelig, Supervisor, Wind Tunnel Testing, Ford of Europe. "Sobald Shelby oder Miles auf dem Fahrersitz platziert wurden, können wir auch Tests über Nacht realisieren, ohne dass wir uns Sorgen machen müssten, dass sie schlapp machen könnten. Und ein Sandwich oder eine Toilettenpause benötigen diese Kollegen ebenfalls nicht".

* Carroll Shelby und Ken Miles waren die Schlüsselfiguren bei der Entwicklung des legendären Ford GT40-Rennfahrzeugs, das 1966 das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewann. Shelby war auch bekannt für seine Beteiligung an der Entwicklung von Ford Mustang-Modellen sowie weiteren modifizierten und getunten Fahrzeugen, die seinen Namen tragen.

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