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Mit seiner visionären Idee, ein für jedermann erschwingliches Fahrzeug auf den Markt zu bringen, hat Henry Ford das Leben unzähliger Menschen verändert. Gleichzeitig entwickelte er die bewegliche Fertigungsstraße sowie weitere Massenproduktionsmethoden und setzte so in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts neue industrielle Maßstäbe.

Henry Ford kam am 30. Juni 1863 als erstgeborener Sohn von William und Mary Ford in Wayne County/Michigan zur Welt. Gemeinsam mit seinen fünf Geschwistern wuchs er auf der florierenden Familienfarm auf und zeigte schon sehr früh ein außergewöhnlich hohes Interesse an mechanischen Zusammenhängen. Später sollte der Farmerssohn als einer der größten Industriellen der Welt Geschichte schreiben.

Die Henry Ford Story

Ideen. Innovationen.

Für Ford war es schon immer wichtig mit neuen Technologien zu überzeugen– vom elektrischen Sonnendach 1971 bis zu MyKey im Jahre 2015.

Ford Keyless Entry Technology

Die Evolution der Massenproduktion

Henry Ford setzte das Fließband erstmals 1913 ein und revolutionierte dadurch den Fertigungsprozess des Ford Modell T.

Diese Fertigungsstraße aus der ersten Ford Fabrik in Highland Park, Michigan setzte in der Massenproduktion neue Maßstäbe.

Lehrjahre

Nach seiner dreijährigen Lehre kehrte Henry Ford nach Dearborn zurück. In den folgenden Jahren widmete er sich der Reparatur von Dampfmaschinen und der Instandsetzung von Gerätschaften auf der Farm seines Vaters. Gelegentlich arbeitete er in einer Fabrik in Detroit. 1888 heiratete Henry Ford Clara Bryant und nahm ein Sägewerk in Betrieb, um seine neue Familie zu unterstützen.

1891 wurde er als Ingenieur bei der Edison Illuminating Company in Detroit eingestellt. Bereits zwei Jahre später erlangte er die Beförderung zum Chefingenieur und verfügte somit über genügend Zeit und finanzielle Mittel, um seine privaten Experimente mit Verbrennungsmotoren voranzutreiben.

Henry Ford bei der Inspektion eines Motors
Das erste Ford Fahrzeug; Modell T 1908

Die Anfänge der Ford Motor Company

Mit der Markteinführung des Modell T im Jahr 1908 verwirklichte Henry Ford seinen langjährigen Traum, ein zuverlässiges und effizientes Fahrzeug zu einem günstigen Preis zu entwickeln. Das T-Modell läutete eine neue Ära in der Personenbeförderung ein. Es war auch bei schwierigen Straßenverhältnissen leicht zu bedienen und besonders wartungsarm. Diese Eigenschaften führten das T-Modell sehr schnell zum weltweiten Erfolg.

Die neue Generation 

Henry Ford und sein Sohn Edsel kauften 1919 die übrigen Gesellschaftsanteile für 105.568.858 US-Dollar auf und wurden somit zu den Alleininhabern der Ford Motor Company. Edsel übernahm den Vorsitz seines Vaters. Nach dem frühzeitigen Tod seines Sohnes im Jahr 1943 kehrte Henry Ford wieder an die Unternehmensspitze zurück.

Henry Ford und Henry Ford II
Henry Ford

Abschied

1945 trat Henry Ford zum zweiten Mal als Vorsitzender zurück und übergab die Unternehmensführung an seinen Enkel Henry Ford II. Im darauffolgenden Jahr wurde er beim American Automotive Golden Jubilee für seinen bedeutenden Beitrag zur Automobilindustrie geehrt. Zudem zeichnete ihn das American Petroleum Institute aufgrund seiner herausragenden Verdienste zum Wohle der Menschheit erstmals mit einer Goldmedaille aus.

Das Ende einer Ära

Henry Ford verstarb am 7. April 1947 um 23.40 in seinem Haus in Fairlane/Dearborn. Zum Zeitpunkt seines Todes verursachte ein Hochwasser einen lokalen Stromausfall, so dass die lediglich durch Petroleumlampen und Kerzen beleuchtete Szenerie eher an seine Geburt 83 Jahre zuvor erinnerte.

Henry Ford Porträt
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Das Ford Markenzeichen

Das ovale Ford Markenzeichen ist eines der weltweit bekanntesten Markenlogos und wird seit über 50 Jahren verwendet. Der Ford Schriftzug besteht bereits seit den Anfängen des Unternehmens und wurde von Henry Fords damaligem Ingenieur-Assistent kreiert. Seitdem hat er sich über die Jahre immer weiter entwickelt.

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1903
Das erste Logo

Der Ford Schriftzug wurde erstmals 1903 für die Unternehmenskommunikation verwendet. Das erste Fahrzeug, welches ein eigenes Ford Logo erhielt, war das Modell A.

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1906
Geflügelter Schriftzug

1906 wurde der Ford Schriftzug weiterentwickelt und als „geflügelter Schriftzug“ bekannt. Dieses Logo zierte alle Ford Fahrzeuge bis 1910, als der Schriftzug erneut überarbeitet wurde und seine bis heute bekannte Form erhielt.

Ford 1907 logo

1907
Das erste Oval

Das erste Ford Oval wurde ursprünglich von den Briten Perry, Thornton und Schreiber verwendet – den Vorreitern der Ford Motor Company in Großbritannien. Dabei wurde es als Gütesiegel für Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit beworben.

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1911
Das kombinierte Oval

Durch die Kombination von Schriftzug und Oval entstand das endgültige Ford Logo. Der Ford Schriftzug wurde bis in die späten 20-er Jahre verwendet.

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1912
Das Fahrzeug

Für einen kurzen Zeitraum hat Henry Ford das ovale Design durch ein geflügeltes Dreieck ersetzt, welches die Geschwindigkeit, Anmut und Stabilität der Ford Fahrzeuge symbolisieren sollte. Dieses neue Logo war entweder orange oder blau und enthielt den Schriftzug „The Universal Car“. Da dieser Entwurf Henry Ford jedoch langfristig nicht überzeugte, wurde er schnell verworfen.

Ford 1927 logo

1927
Das ovale Ford Markenzeichen

Der neue Ford Modell A war das erste Fahrzeug, welches das Ford Oval als Markenzeichen auf dem Kühlergrill trug. In dieser Form zierte das Ford Logo im bis heute bekannten Königsblau noch viele weitere Ford Modelle – und zwar bis in die späten 50er-Jahre.

Danach verschwand das blaue Oval von den Motorhauben und Kühlergrillen der Ford Fahrzeuge und wurde bis Mitte der 70er-Jahre lediglich durch den Markennamen „Ford“ ersetzt. In der Unternehmenskommunikation fand das blaue Oval jedoch weiterhin Verwendung.

Das Ford Oval heute

Seit 1976 ziert das silberblaue Ford Oval alle Ford Fahrzeuge – als weltweit bekanntes Markenzeichen für die Dienstleistungen und Produkte des Unternehmens.

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Eine simple Idee

Henry Ford hatte eine klare Vision: Er wollte möglichst viele Fahrzeuge mit einem absolut schnörkellosen Design bauen – und zwar zum geringstmöglichen Preis. Während das Automobil zu dieser Zeit noch als Luxus für Privilegierte galt, wollte er „die Welt auf Räder stellen“ und ein günstiges Fahrzeug für die breite Öffentlichkeit entwickeln.

Die ersten Ford Fahrzeuge

Die ersten Ford Modelle wurden auf die zur damaligen Zeit üblichen Weise produziert: Jedes Fahrzeug stand während der Fertigung auf dem Boden und wurde von mehreren Mechanikern Stück für Stück zusammengesetzt. Um den Prozess zu beschleunigen, wurden die Fahrzeuge anschließend auf Bänke gehievt, die von Arbeitsgruppe zu Arbeitsgruppe weitergereicht wurden. Für Henry Ford war diese Methode jedoch nicht schnell genug, da er viele Spezialisten brauchte, die jedes Fahrzeug per Hand zusammenzubauen mussten. Dies führte zu niedrigen Stückzahlen und entsprechend hohen Fahrzeugpreisen.

Zur Lösung dieses Problem führte Henry Ford die Automatisierung ein. Gemeinsam mit seinen Ingenieuren entwickelte er eine hohe Anzahl standardisierter Autoteile sowie neue Methoden, um diese Komponenten zu montieren. Dieser wegweisende Ansatz sollte die Automobilindustrie für immer verändern.

Steigende Produktivität

Um die Produktivität zu erhöhen, wurden in der Fabrik in Detroit/Michigan Arbeiter an bestimmten Stationen platziert, während die Fahrgestelle zwischen ihnen an einem Seil gezogen wurden. Dieses Seil wurde an jeder Station für einen kurzen Moment angehalten, um die entsprechenden Teile zu montieren – bis das Fahrzeug letztendlich fertig war.

Produktion des Ford Mercury, 1946
Besichtigung eines Ford Werks, 1972

Ein beeindruckendes Ergebnis

Henry Ford orientierte sich bei seiner Arbeit an früheren Pionieren wie Elihu Root. Root hatte für Samuel Colt ein Montagesystem entwickelt, das den Herstellungsprozess deutlich vereinfachte.

Mit jedem Detail, dass Ford im Herstellungsprozess optimierte, kam er seinem großen Traum näher. Eine dieser Maßnahmen war die Verwendung von auswechselbaren Bauteilen, die auch von ungelernten Arbeitern zusammengesetzt werden konnten. Darüber hinaus experimentierte er mit Rutschen und Förderbändern. Sogar die ideale Positionierung der Arbeiter und der Werkzeuge wurde akribisch geplant, um eine möglichst effiziente Produktion zu erreichen.

Perfektion bis ins kleinste Detail

Henry Ford erschuf in jeder Abteilung den perfekten Kreislauf, bei dem alle Arbeitsschritte wie Zahnräder optimal ineinandergreifen. Das Ergebnis: Die Produktionsgeschwindigkeit erhöhte sich teilweise um das Vierfache.

Ford Rotunda Gebäude, 1938

Die bewegliche Fertigungsstraße

Der entscheidende Schritt zur Massenproduktion war die bewegliche Fertigungsstraße, auf der das bloße Fahrgestell zu verschiedenen Stationen befördert wurde, bis das fertige Automobil vom Band fahren konnte. Um diesen Prozess zu ermöglichen, mussten alle Zulieferbänder optimal synchronisiert werden und die passenden Zubehörteile zur richtigen Zeit liefern.

Der Erfolg

Mit dieser einzigartigen Kombination aus Präzision, Kontinuität und Geschwindigkeit läutete Ford das Zeitalter der automobilen Massenproduktion ein. Im Werk in Highland Park erreichte die Herstellung des Modell T einen neuen Rekordwert: Alle zehn Sekunden verließ ein fertiges Fahrzeug die Fertigungsstraße. Auf diese Weise konnten die hochwertigen Modelle zu deutlich günstigeren Preisen angeboten werden. Gleichzeitig verdoppelte Ford den Tageslohn der Arbeiter auf fünf Dollar.

Während dieser Phase wurden pro Jahr zwei Millionen Exemplare des Ford Modell T zum Preis von je 260 US-Dollar hergestellt, was zu dieser Zeit ein extrem günstiges Angebot war.

Ford Fertigungsstraße, 1985
Der hohe Tageslohn von fünf US-Dollar zieht zahlreiche Bewerber an

Revolutionärer Fortschritt

Das Modell T veränderte die Rahmenbedingungen von Grund auf. Zum einen wurde der Lebensstandard der Arbeiter durch die Anhebung des Tageslohns auf fünf US-Dollar deutlich erhöht. Zum anderen war der Einsatz von beweglichen Fertigungsstraßen der Startschuss zur industriellen Revolution.

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